Dass der Winter 2015/16 ein Bomben-Winter wird, da ist sich eine ganz sicher: die Königskerze vom Sepp Haslinger aus Benediktbeuren in Bayern. Zumindest glaubt der Mann aus der Pflanze lesen zu können, wie viel Schnee fallen wird. Und das soll dieses Jahr jede Menge sein. Haslinger prophezeit für heuer den “Winter des Jahrhunderts”. Bereits die letzten 3 Jahre haben seine Vorhersagen gestimmt, sodass sich nun auch Winterdienstfirmen auf seine Prognosen verlassen. Aber lässt sich das Wetter auf lange Sicht exakt bestimmen?

Kann man das Wetter überhaupt vorhersagen?

Beim 6. Extremwetterkongress im Jahr 2011 unterzeichneten Meteorologen und Teilnehmer das vorgestellte Konzept der „Hamburger Erklärung der Meteorologen zu langfristigen Wetterprognosen”. Darin empfehlen sie, auf detaillierte Langfristprognosen über das Wetter zu verzichten. So werden gerne bereits im Herbst, Temperaturen für die kalte Jahreszeit vorhergesagt. „Detaillierte Aussagen über das Wetter der kommenden Jahreszeit sind heutzutage unmöglich“, betont Frank Böttcher, Wetterexperte und Leiter des Institutes für Wetter- und Klimakommunikation (IWK). Er und seine Kollegen sprechen daher lieber von Trends als von Prognosen.

Wie wird der Winter also?

Skifahrer, Snowboarder, Snowfreaks und Liftbetreiber wollen aber dann doch wissen: Wann und wie viel schneit es denn heuer? Glaubt man der Wetterkerze von Sepp Haslinger, sieht man vor lauter Schnee den Winter nicht mehr. Hält man das allerdings für abergläubisches Zeug und verzichtete wie viele Meteorologen auf langfristige Vorhersagen, bleibt nichts anderes übrig als: abwarten und Tee trinken. In beiden Fällen müssen wir den Winter nehmen wie er kommt.